Der ganze Thread (neudeutsch für Gesprächsfaden) geht etwas am Thema
vorbei. Vorweg einige Fakten:
Die ersten Filme liefen mit 18 Bilder/sek, beim Abspielen mit 24 B/sek
läuft Kaiser Wilhelm zu schnell.
Später wurde der 16 mm und doppel-8 -Film auf 16 Bilder/sek aus
Kostengründen reduziert.
Der Tonfilm wurde 1928 wegen der Tonqualität auf 24 Bilder/sek festgelegt.
Beim Fersehen wurde anfangs die Netzfrequenz zur Synchronisation
verwendet, also 50 Hz in Europa und 60 in USA.
Super 8 -Film wurde von Kodak wieder auf 18 Bilder/sek festgelegt.
Das menschliche Auge verschmilzt Bewegungen ab ca. 16 B/sek.
Das Flimmern verschwindet bei ca. 50 B/sek.
Beim Kinofilm mit 24 B/sek wird durch die zweiflügelige Umlaufblende
jedes Bild 2 mal gezeigt.
Beim Super 8 -Film wird durch die dreiflügelige Umlaufblende jedes Bild
3 mal gezeigt.
Beim Fernsehen werden im Zeilensprung (interlaced) 50 Halbbilder/sek
gezeigt.
Beim Fernsehen steht das Bild, jedoch die einzelne Zeile flimmert.
Nun zum Problem:
Macht es wie im Kino, zeigt jedes Bild 2 mal mit 2*25 Bildern/sek.
Oder macht 2 Halbbilder daraus, die wie im Fernsehen mit 50 Hz gezeigt
werden, so macht es Hollywood.
Viel Spaß ! - Francis
Am 26.07.2010 12:44, schrieb Sven Bötcher:
Hallo,
egal aus welcher Kamera und zwar immer dann wenn sich waagerecht etwas
mit gleich bleibender Geschwindigkeit durchs Bild bewegt. Wenn ein Auto
von links nach rechts durchs Bild fährt, sieht es so aus, als würde das
Auto kurz anhalten und dann einen Sprung nach vorne machen. Filme kommen
direkt aus den diversen Kameras, nichts nachbearbeitet. Hatte gedacht,
es hätte an den Billigcams von Aiptek oder Rollei gelegen aber auch bei
einer Panasonic SD10 sehe ich es.
Weiterhin bemängelt meine Schnittsoftware NeroVision, dass es sich um
NTSC-Material handeln würde. Woraus sieht Nero das, an den 30 Bildern?
Spielt das bei LCD-Fernsehern überhaupt noch eine Rolle oder ist das nur
für CRTs interessant? Mit einem 25-FPS Pulldwon ruckelt es doch bestimmt
noch mehr.
Und wären 60 Halbbilder nicht viel flüssiger als 30 Vollbilder? Warum
lassen sich nicht alle Kamera von 30 Vollbildern auf 60 Halbbilder
umschalten? Geben die Sensoren der meisten Kameras nicht sowieso
interlaced, also in Halbbildern aus?
Ähnliches Thema aber dies nur beiläufig:
Warum wird bei Fernsehern und Playern immer mit 24p geworben? Das
ruckelt und flimmert doch wie die Sau! Eigentlich ist 24p doch nur eine
Erleichterung für die Filmindustrie, die ihr Material "roh" ablegen kann
und eine Wandlung dem jeweiligen Abspielgerät überlässt. Diese Faulheit
wird dem Käufer der Unterhaltungselektronik auch noch als "tolles
Feature" verkauft. Eine einfache Vervielfältigung von Bildern auf 48
verringert zwar Flimmern aber ruckeln tuts trotzdem noch. Also müssten
Zwischenbilder errechnet , d. h. interpoliert werden. Das ist jetzt
klasse? Wäre es nicht besser, gleich mit 60 Vollbildern aufzunehmen? Die
Kinos haben heute doch sowieso alle digitale Projektoren oder nicht?
Wird überhaupt noch analog gefilmt?
Bye
Sven