Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon mike nolte » Fr 27. Aug 2010, 06:03


Patrick Kormann wrote:
Kann man leicht umgehen, wie in jeder anderen Sprache auch.

Workaround statt Lösung.
Ausserdem dürfte es aus dem Zusammenhang klar werden.

Annahme ohne Beleg.
Ich finde Texte ohne Gross/Kleinschreibung überhaupt nicht schwerer zu
lesen/verstehen.

Persönliche Meinung.
Das gleiche Argument wird ja wegen dem sz vorgebracht

Verweis auf fremdes Ereignis ohne kausalen Zusammenhang.
und ich kann euch versichern,

Persönliche Glaubwürdigkeit.
in der Schweiz vermisst es keine Sau.

Pauschalbehauptung.

Ich schätze, du wirst dir mehr einfallen lassen müssen, wenn du wirklich
eine Lanze für die Kleinschreibung brechen willst.

Mit besten Grüßen,
Mike Nolte
--
E-Mail an news.0902@mikenolte.de wird nur zugestellt, wenn die
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon mike nolte » Fr 27. Aug 2010, 06:03


Basar Alabay wrote:
Im Türkischen ist es auch für einen "Normalos" völlig unmöglich, einen
Text zu lesen, der knapp 90 Jahre alt ist ... erstens wurde die Schrift
vom Osmanisch-Persischen auf Lateinisch umgestellt und zweitens
verändert sich die Sprache sowas von rapide und eklatant, daß eigentlich
schon ein Text aus den 1960'ern einen durchschnittlich gebildeten
Menschen extrem fordert. Das liegt aber daran, daß Arabisch und Persisch
als zwei miteinander und mit dem Türkischen völlig unverwandte Sprachen
fast schon zu jeweils 1/3 "Türkisch" (jetzt nennt man das oft
retrospektiv "Osmanisch") ausgemacht haben.

Dafür gibt's jetzt mehr Französisch. Ich wusste jedenfalls auf Anhieb,
was "Söför Okulu" heißt. :-) (Ja, ich weiß, dass das S verkehrt ist,
aber MacSOUP kann nicht genug UTF dafür).

Mit besten Grüßen,
Mike Nolte
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon basar alabay » Fr 27. Aug 2010, 08:01


In article ,
Patrick Kormann wrote:
Kann man leicht umgehen, wie in jeder anderen Sprache auch. Ausserdem
dürfte es aus dem Zusammenhang klar werden. Ich finde Texte ohne
Gross/Kleinschreibung überhaupt nicht schwerer zu lesen/verstehen.
Das gleiche Argument wird ja wegen dem sz vorgebracht und ich kann euch
versichern, in der Schweiz vermisst es keine Sau.

In der Hinsicht tut Ihr mir leid! Das ß ist einfach eine schöne Ligatur,
darauf zu verzichten, ist meines Erachtens Schriftverhunzung. Und es ist
auch zum Teil ein Problem, den ß und ss sind tatsächlich durchaus auch
unterschiedlich zu lesen, ich werfe mich immer weg, wenn ich Strasse
statt Straße lese (bin praktisch an der Grenze zur CH). Schrift ohne
Groß- und Kleinschreibung ... naja, so ganz ohne ist es unästhetisch,
die deutschen Regeln sind durchaus etwas kompliziert, andererseits,
Chinesen haben keine Groß- und Kleinschreibung und noch nicht einmal
Wortabstände, dafür aber x-tausend Zeichen. Also, ein weeenig
Hirntraining ist doch ganz schön. Die türkischen Regeln sind einfacher
und auch konsequenter, nur Namen, Sonderbegriffe und Satzanfänge werden
groß geschrieben, jegliche Agglutination bei Namen wird mit Apostroph
abgetrennt. Das war's ;-)

B. Alabay
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon basar alabay » Fr 27. Aug 2010, 08:08


In article <1jnvfgi.yqa3421413x4wN@www.mike-nolte.de>,
news.0902@mikenolte.de (Mike Nolte) wrote:
Dafür gibt's jetzt mehr Französisch. Ich wusste jedenfalls auf Anhieb,
was "Söför Okulu" heißt. :-) (Ja, ich weiß, dass das S verkehrt ist,
aber MacSOUP kann nicht genug UTF dafür).

Nee, jetzt gibt es sehr viel Englisch. Das Französische ist noch aus
Osmanischer Zeit. Und zum Teil aus der Republikanischen Aufbruchszeit.
Schule hieß schon 18xx okul ;-) Aber Du hast da einen Haufen solcher
Wörter, vor allem, wenn es um Autos, SPNV und Straßenverkehr geht,
soför, vatman, viraj, direksyon, debriyaj, sanzuman ...
Es heißt übrigens soför, nicht söför, auch wenn das viele Türken nicht
kapieren ;-)

Und Autobahn heißt nun offiziell otoban, früher hieß es noch otoyol.

B. Alabay
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon peter heilingbrunner » Fr 27. Aug 2010, 11:35


Patrick Kormann wrote:
Das gleiche Argument wird ja wegen dem sz vorgebracht und ich kann euch
versichern, in der Schweiz vermisst es keine Sau.

Da Ihr Schweizer ja angeblich immer etwas langsamer seid, habt das
vielleicht nur noch nicht bemerkt! ;-)

Grüße,
Peter
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon peter heilingbrunner » Fr 27. Aug 2010, 11:40


ich schrieb:


[...]


Hier noch die fehlenden Tags.

Grüße,
Peter
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon daniel k�ebs » Fr 27. Aug 2010, 12:38


Patrick M. Hausen wrote:
Zufall, dass das ziemlich genau die Erstveröffentlichung von
Grimmelshausens Simplicissimus trifft?

yep
Und was ist an dem für einen modernen Deutschsprachigen Leser
jetzt unverständlich? Klar stockt man ab und zu mal, aber
doch nicht wirklich oft.

Mir ging es anders, aber es gibt ja auch moderne Ausgaben.
Die Lektüre von Schelmuffsky (knapp 30 Jahre jünger) fiel mir deutlich
leichter.
Mittelhochdeutsch ist natürlich was anderes.

Sicher.

Daniel
--
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Der Kölner hört von irgendwelchen unbekannten Konzepten (z.B.
Bier oder Humor), versteht sie nicht, kopiert sie aber dennoch."
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon patrick kormann » Sa 28. Aug 2010, 00:22


On 27.08.10 07:03, Mike Nolte wrote:
Ich schätze, du wirst dir mehr einfallen lassen müssen, wenn du wirklich
eine Lanze für die Kleinschreibung brechen willst.

muss ich gar nicht, wenn du nur mit grossschreibung glücklich werden
kannst, dann kann ich dir auch nicht helfen.
patrick kormann
 
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon patrick kormann » Sa 28. Aug 2010, 00:24


On 27.08.10 09:01, Basar Alabay wrote:
In der Hinsicht tut Ihr mir leid! Das ß ist einfach eine schöne Ligatur,
darauf zu verzichten, ist meines Erachtens Schriftverhunzung. Und es ist
auch zum Teil ein Problem, den ß und ss sind tatsächlich durchaus auch
unterschiedlich zu lesen, ich werfe mich immer weg, wenn ich Strasse

Och, mir tut das sz dafür weh in den Augen, scheint also wohl doch eher
ne Frage der Gewöhnung zu sein.
patrick kormann
 
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Re: Rechtfertigung nach Standards in Wort und Schrift

Ungelesener Beitragvon patrick kormann » Sa 28. Aug 2010, 00:25


On 27.08.10 12:35, Peter Heilingbrunner wrote:
Da Ihr Schweizer ja angeblich immer etwas langsamer seid, habt das
vielleicht nur noch nicht bemerkt! ;-)

Tja, wir sind so langsam, dass wir die Deutsche Sprache reformieren
können, ohne dass die Deutschen es merken
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