Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Diese Gruppe dient Diskussionen über Software, Hardware und Entwicklungen für die Verarbeitung von Audio (Musik, Sprache, Geräusche) auf Computern. Themen sind insbesondere Audio-Bearbeitungssoftware, Komprimierungs- und Reduktionsverfahren, Soundkarten, Analog- und Digital- Verbindungen.

Nicht hier hinein gehören inhaltliche Themen um das Komponieren, Erzeugen und Beschaffen von Musik, Sprache oder Geräuschen sind geeignetere Gruppen zu wählen.
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Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon thomas blankschein » So 11. Jul 2010, 21:00


Hallo,

ein Leidensgenosse :-)

Ich habe hier auch noch einen Haufen alter DAT-Cassetten rumliegen, so
um die 15 Jahre alt. Als Abspielgerät ein Sony DTC-60ES.

Mir ist aufgefallen, dass bei einigen Cassetten massive
Leseschwierigkeiten auftreten, die sich als typische Kratzgeräusche
äußern. Das ist schade, denn es handelt sich um unwiederbringliche
Aufnahmen (meine alte Band).

Lohnt es sich, ein anderes DAT-Gerät zu testen? Sind die damaligen
Profigeräte (TASCAM DA-30) inzwischen zu vernünftigen Preisen gebraucht
verfügbar?
thomas blankschein
 
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon detlef wirsing » So 11. Jul 2010, 21:36


Thomas Blankschein schrieb:

[...]
Lohnt es sich, ein anderes DAT-Gerät zu testen? Sind die damaligen
Profigeräte (TASCAM DA-30) inzwischen zu vernünftigen Preisen gebraucht
verfügbar?

Ich habe vor einiger Zeit einen neuwertigen Sony DTC-59ES für 100 Euro
gekauft. Tascam gibt es bestimmt auch inzwischen für wenig Geld. Aber
warum Geld ausgeben, um dann festzustellen, daß es doch die Bänder
sind? Frag doch einen Bekannten.

Übrigens gehört das jetzt nach de.rec.musik.hifi, denn es hat mit
Computern nichts mehr zu tun.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing
detlef wirsing
 
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon marc haber » So 11. Jul 2010, 22:22


Thomas Blankschein wrote:
Ich habe hier auch noch einen Haufen alter DAT-Cassetten rumliegen, so
um die 15 Jahre alt. Als Abspielgerät ein Sony DTC-60ES.

Ich hab zwei von der Sorte, und war ziemlich schnell total
unzufrieden. Der eine ist eher viel gelaufen, der andere nur dann wenn
ich etwas zuspielen wollte. Trotzdem sind beide Laufwerke in nur
wenigen Monaten Abstand mit demselben Fehler verstorben und mussten
für über 500 Mark pro Gerät bei Sony repariert werden. Das hat mich
für eine Weile von Sony geheilt.

Grüße
Marc
--
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon norbert hahn » Mo 12. Jul 2010, 00:00


Thomas Blankschein wrote:
Hallo,

ein Leidensgenosse :-)

Ich habe hier auch noch einen Haufen alter DAT-Cassetten rumliegen, so
um die 15 Jahre alt. Als Abspielgerät ein Sony DTC-60ES.

Mir ist aufgefallen, dass bei einigen Cassetten massive
Leseschwierigkeiten auftreten, die sich als typische Kratzgeräusche
äußern. Das ist schade, denn es handelt sich um unwiederbringliche
Aufnahmen (meine alte Band).

Da müsste erst mal geklärt werden, was kaputt ist. Kassetten oder
Gerät? Weiterhin müsste dann geklärt werden, wenn einige Kasstten
kaputt sind, was der Fehler ist.

Lohnt es sich, ein anderes DAT-Gerät zu testen? Sind die damaligen
Profigeräte (TASCAM DA-30) inzwischen zu vernünftigen Preisen gebraucht
verfügbar?

Mein DA-30 MK ii ist wesentlich pingeliger als mein Sony DTC ZA5,
wenn die Kassetten außerhalb der Toleranz von Abweichungen bei der
Geschwindigkeit liegen, insbesondere im LP Mode. Schwergängige
Kassetten werden dagegen vom DA-30 noch durchgezogen, wenn das Sony
aufgibt.

Norbert
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon detlef wirsing » Mo 12. Jul 2010, 07:30


Marc Haber schrieb:
Thomas Blankschein wrote:
Ich habe hier auch noch einen Haufen alter DAT-Cassetten rumliegen, so
um die 15 Jahre alt. Als Abspielgerät ein Sony DTC-60ES.

Ich hab zwei von der Sorte, und war ziemlich schnell total
unzufrieden. Der eine ist eher viel gelaufen, der andere nur dann wenn
ich etwas zuspielen wollte. Trotzdem sind beide Laufwerke in nur
wenigen Monaten Abstand mit demselben Fehler verstorben und mussten
für über 500 Mark pro Gerät bei Sony repariert werden. Das hat mich
für eine Weile von Sony geheilt.

Mein erster DTC-59ES ging auch schnell kaputt. Soweit ich weiß, sind
beim 59 und 60 die Laufwerke identisch und bekannterweise
problematisch. Heute würde ich einen anderen DAT-Recorder kaufen. Aber
ansonsten bin ich mit Sony immer zufrieden gewesen.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing
detlef wirsing
 
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon marc haber » Mo 12. Jul 2010, 08:07


Detlef Wirsing wrote:
Marc Haber schrieb:
Thomas Blankschein wrote:
Ich habe hier auch noch einen Haufen alter DAT-Cassetten rumliegen, so
um die 15 Jahre alt. Als Abspielgerät ein Sony DTC-60ES.

Ich hab zwei von der Sorte, und war ziemlich schnell total
unzufrieden. Der eine ist eher viel gelaufen, der andere nur dann wenn
ich etwas zuspielen wollte. Trotzdem sind beide Laufwerke in nur
wenigen Monaten Abstand mit demselben Fehler verstorben und mussten
für über 500 Mark pro Gerät bei Sony repariert werden. Das hat mich
für eine Weile von Sony geheilt.

Mein erster DTC-59ES ging auch schnell kaputt. Soweit ich weiß, sind
beim 59 und 60 die Laufwerke identisch und bekannterweise
problematisch. Heute würde ich einen anderen DAT-Recorder kaufen. Aber
ansonsten bin ich mit Sony immer zufrieden gewesen.

Sony hat damals ein Problem mit der Konstruktion weit von sich
gewiesen und sehr unbefriedigende Antworten auf die Frage gegeben,
warum ein Gerät mit einem Zehntel der Laufleistung fast zeitgleich mit
einem viel benutzten Gerät mit demselben Fehler verstarb.

Grüße
Marc
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon muck krieger » Mo 12. Jul 2010, 08:52


Bernhard Wohlgemuth wrote:
es handelt sich um unwiederbringliche Aufnahmen (meine alte Band).
Das ist leider der Fluch der Digitaltechnik: Eine analoge
Tonbandaufnahme verliert zwar Höhen und rauscht, ist aber eher zu
"retten", weil man das besser restaurieren kann als die von Dir
beschriebenen Digitalfehler...

Kommt auf den Aufwand an, den man treibt.

Nebenan in de.rec.musik.hifi hatte ich zu diesem Thema soeben geschrieben:

Da mußt du etwas Mehraufwand betreiben, z.B. kritische Stellen öfter
als nur einmal digital auf eine Festplatte übertragen (weil die hörbaren
Störungen vermutlich nicht immer an den gleichen Objekten sind) und
aus den einzelnen Takes in einem Mehrspur-Arrangement die korrekten
Samples zusammensetzen ...

BTDT. So oder ähnlich kann man mit genügend Muße zumindest große Teile
einer digitalen Quelle fehlerfrei restaurieren. Artefakte von Störungen auf der
analogen Ebene werden allerdings immer wahrnehmbar sein.

Keep on rocking,

Muck
muck krieger
 
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon norbert hahn » Mo 12. Jul 2010, 09:50


Marc Haber wrote:
Detlef Wirsing wrote:

Mein erster DTC-59ES ging auch schnell kaputt. Soweit ich weiß, sind
beim 59 und 60 die Laufwerke identisch und bekannterweise
problematisch. Heute würde ich einen anderen DAT-Recorder kaufen. Aber
ansonsten bin ich mit Sony immer zufrieden gewesen.

Sony hat damals ein Problem mit der Konstruktion weit von sich
gewiesen und sehr unbefriedigende Antworten auf die Frage gegeben,
warum ein Gerät mit einem Zehntel der Laufleistung fast zeitgleich mit
einem viel benutzten Gerät mit demselben Fehler verstarb.

Die Historie war etwas anders:
DTC-59ES und DTC-670 hatten eine baugleiche Mechanik aber eine
verschiedene Firmware: Das neuere DTC-670 musste mit den etwas
"schwergängigen" Kassetten besser umgehen als das ältere 59Es,
denn diese Kassetten entsprachen der Norm.
Die andere Firmware strapazierte die Motoren, so dass Sony die
Mechanik anzupassen plante und das Gerät dann DTC-690 nannte. Es
bekam 3 Jahre Garantie, damit die später weiter entwickelte Mechanik
im Feld nachgerüstet werden konnte, falls das Gerät innerhalb der
Garantiezeit in die Werkstatt musste. Mein DTC-690 musste mehrmals
wegen Mechanikproblemen in die Werkstatt, das vier Wochen ältere
Gerät eines Bekannten dagegen nie...
Nachdem die geänderte Mechanik verfügbar wurde, konnte aus dem
DTC-59ES dann das DTC-60ES werden. Diese bekam neben der Mechanik
noch einige andere Änderungen.

Norbert
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon norbert hahn » Mo 12. Jul 2010, 09:58


Norbert Hahn wrote:

Nachtrag:
http://www.datrecorders.co.uk/dtc60es.php
norbert hahn
 
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Re: Alte DAT-Cassetten, war: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon bernhard wohlgemuth » Mo 12. Jul 2010, 10:46


Muck Krieger schrieb:
Da mußt du etwas Mehraufwand betreiben, z.B. kritische Stellen
öfter als nur einmal digital auf eine Festplatte übertragen
(weil die hörbaren Störungen vermutlich nicht immer an den
gleichen Objekten sind) und aus den einzelnen Takes in einem
Mehrspur-Arrangement die korrekten Samples zusammensetzen ...

Kann klappen, muss aber nicht - bei echten Datenfehlern auf dem
Datenträger gilt: weg ist weg.
BTDT. So oder ähnlich kann man mit genügend Muße zumindest große
Teile einer digitalen Quelle fehlerfrei restaurieren. Artefakte
von Störungen auf der analogen Ebene werden allerdings immer
wahrnehmbar sein.

Natürlich hast Du recht, aber ich wollte damit auch nur sagen: Lieber
analoge Artefakte als digitale Stille... ;-)

Gruß Bernhard
bernhard wohlgemuth
 
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