S/PDIF gestern und heute

Diese Gruppe dient Diskussionen über Software, Hardware und Entwicklungen für die Verarbeitung von Audio (Musik, Sprache, Geräusche) auf Computern. Themen sind insbesondere Audio-Bearbeitungssoftware, Komprimierungs- und Reduktionsverfahren, Soundkarten, Analog- und Digital- Verbindungen.

Nicht hier hinein gehören inhaltliche Themen um das Komponieren, Erzeugen und Beschaffen von Musik, Sprache oder Geräuschen sind geeignetere Gruppen zu wählen.
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S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon marc haber » So 11. Jul 2010, 13:19


Hallo,

ich habe mir (mal wieder) vorgenommen, mein größtenteils aus den 80ern
und 90ern stammendes Musikarchiv in den Rechner zu holen und als mp3
verfügbar zu machen. Das Material liegt größtenteils als CD vor, die
ich ja einfach rippen kann. Ein wenig mehr Sorgen machen mir die
analogen Kassetten (bei denen sich das Abholen in die digitale Domäne
kaum noch lohnen dürfte) und die DATs.

Mein DAT-Recorder funktioniert noch, und hat digitale Ausgänge nach
S/PDIF (sowohl optisch als auch elektrisch). Früher hat man diese
Schnittstelle benutzt, um Stereo-Signale mit 44.1 kHz 16 Bit zwischen
CD-Player und DAT-Recorder zu transportieren, und zu Windows-95-Zeiten
hatte ich sogar eine (sauteure) ISA-Karte, die mir das Überspielen von
Musik zwischen PC und DAT-Recorder digital und ohne Verluste
ermöglicht hatte.

Inzwischen setze ich fast nur noch Linux ein, ISA-Slots gibt es keine
mehr, und S/PDIF findet man hauptsächlich zur Übertragung von
digitalem Mehrkanalton zwischen Medienplayer und der Surround-Anlage.

Ich frage mich nun, ob das S/PDIF von gestern so kompatibel zum S/PDIF
von heute ist, dass man einem PC mit S/PDIF-Eingang das von dem zehn
Jahre alten DAT-Recorder abgesonderte Digitalsignal vorsetzen kann und
dieser das dann - verlustfrei und ohne resampling - als wav oder flac
auf die Festplatte werfen kann. Auf diese Weise könnte ich meine DATs
in den PC holen und hätte durch den im DAT-Recorder vorhandenen
A/D-Wandler auch dazu benutzen, einige Schallplatten zu
digitalisieren, die meine große Digitalisierungsaktion von 2001
irgendwie verpasst zu haben scheinen.

Gibt es Hardware, die
- in bzw an heutige PCs passt,
- optimalerweise unter Linux als ALSA-Soundkarte sichtbar ist,
- aber auch unter Windows XP und WIndows 7 funktioniert,
- die einen (möglichst optischen) S/PDIF-Eingang hat und
- die so flexibel bezüglich auf die Samplingfrequenz ist, dass sie ein
44.1-kHz-Eingangssignal auch als 44.1-kHz-Datei wegschreibt, ohne
den Umweg über die Analogwelt oder Resampling auf andere Frequenzen
zu wählen?

Bitte helft mir kurz bei der Aktualisierung meines eingerosteten
Wissens und holt mich ins Jahr 2010. Vielen Dank im Voraus.

Grüße
Marc
--
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon bernhard wohlgemuth » So 11. Jul 2010, 14:30


Marc Haber schrieb:
Ich frage mich nun, ob das S/PDIF von gestern so kompatibel zum
S/PDIF von heute ist, dass man einem PC mit S/PDIF-Eingang das
von dem zehn Jahre alten DAT-Recorder abgesonderte Digitalsignal
vorsetzen kann und dieser das dann - verlustfrei und ohne
resampling - als wav oder flac auf die Festplatte werfen kann.

Eigentlich schon - allerdings findet man oft nur S/PDIF-Ausgänge an
PCs, Eingänge sind deutlich seltener.
- die so flexibel bezüglich auf die Samplingfrequenz ist, dass
sie ein
44.1-kHz-Eingangssignal auch als 44.1-kHz-Datei wegschreibt,
ohne den Umweg über die Analogwelt oder Resampling auf andere
Frequenzen zu wählen?

Hat DAT nicht - wenn die Signalquelle keine CD war - mit 48 kHz
gearbeitet. Ich habe einen alten DCC-Recorder (die Totgeburt von
Philips), der zeichnet normalerweise mit 48 kHZ auf und schaltet nur
dann auf 44.1 um, wenn ein CD-Player als digitale Signalquelle
angeschlossen ist.

Gruß Bernhard
bernhard wohlgemuth
 
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon bernhard wohlgemuth » So 11. Jul 2010, 14:36


Marc Haber schrieb:
Ein
wenig mehr Sorgen machen mir die analogen Kassetten (bei denen
sich das Abholen in die digitale Domäne kaum noch lohnen
dürfte)

Na ja:

Einige unwiederbringliche alte Schätzchen habe ich unbearbeitet
digitalisiert - wegen der Original-Treue...

...bei einigen Anderen habe ich gaaanz behutsam 1. entrauscht, 2. die
Dynamik angehoben und 3. verlorene Oberwellen dazurechnen lassen -
das geht recht gut mit WavePurity. Wenn man mit Fingerspitzengefühl
zu Werke geht, kann sich das Ergebnis ganz ordentlich anhören...

Gruß Bernhard
bernhard wohlgemuth
 
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon muck krieger » So 11. Jul 2010, 15:15


Marc Haber wrote:
ich habe mir (mal wieder) vorgenommen, mein größtenteils aus den 80ern
und 90ern stammendes Musikarchiv in den Rechner zu holen und als mp3
verfügbar zu machen.

Warum denn gerade MP3 - es gibt inzwischen wesentlich bessere, auch
verlustbehaftete, "open source" Audioformate bei knappem Speicherplatz.
Ein wenig mehr Sorgen machen mir die analogen Kassetten (bei denen
sich das Abholen in die digitale Domäne kaum noch lohnen dürfte)

Kommt auf die Verfügbarkeit mancher Aufnahmen und auf persönliche
Präferenzen an. Bei meinen alten Kassetten lohnt sich das fast immer.
und die DATs.

Wenn du schon auf bitgenaue Übertragung Wert legst ist eine verlustlose
"Endlagerung" meiner Meinung nach sinnvoller ...
Mein DAT-Recorder funktioniert noch, und hat digitale Ausgänge nach
S/PDIF (sowohl optisch als auch elektrisch). Früher hat man diese
Schnittstelle benutzt, um Stereo-Signale mit 44.1 kHz 16 Bit zwischen
CD-Player und DAT-Recorder zu transportieren,

Das macht man heute noch genauso.
und zu Windows-95-Zeiten hatte ich sogar eine (sauteure) ISA-Karte, die
mir das Überspielen von Musik zwischen PC und DAT-Recorder digital und
ohne Verluste ermöglicht hatte.

Ich habe hier sogar seit Windows 3.11 mehrere solcher Rekordingkarten
für speziellere Probleme auch heute noch in Gebrauch ...
Inzwischen setze ich fast nur noch Linux ein,

Das schränkt dich zwar etwas bei der Hard- und Software ein, sollte aber
für solche einfachen Aufgaben wie Aufnehmen, Pegelabgleich, Schneiden,
Ein- und Ausblenden etc keinerlei Problem darstellen.
ISA-Slots gibt es keine mehr,

Gibt es schon noch, allerdings nicht im preisverträglichen Allerweltsgebrauch.
und S/PDIF findet man hauptsächlich zur Übertragung von
digitalem Mehrkanalton zwischen Medienplayer und der Surround-Anlage.

Praktisch jedes haushaltsübliche Audiogerät hat heute digitale Schnittstellen,
von DVB-T/C/S-Boxen über CD/DVD-Player bis zum Webradio, selbst WLAN-
Repeater haben heute oft schon einen S/P-DIF-Ausgang.
Ich frage mich nun, ob das S/PDIF von gestern so kompatibel zum S/PDIF
von heute ist, dass man einem PC mit S/PDIF-Eingang das von dem zehn
Jahre alten DAT-Recorder abgesonderte Digitalsignal vorsetzen kann und

Selbstverfreilichst ist und bleibt das zu älteren Geräten kompatibel. Sowohl die
optischen als koaxialen Schnittstellen sind zwar inzwischen etwas "gepimpt"
worden, um einige hersteller-/medienspezifische Ergänzungen wie z.B. ADAT unterzubringen, die zugrundeliegenden Basis-Parameter sind
aber erhalten.
dieser das dann - verlustfrei und ohne resampling - als wav oder flac

Aha, also doch ;-)
auf die Festplatte werfen kann. Auf diese Weise könnte ich meine DATs
in den PC holen und hätte durch den im DAT-Recorder vorhandenen
A/D-Wandler auch dazu benutzen, einige Schallplatten zu digitalisieren,
die meine große Digitalisierungsaktion von 2001 irgendwie verpasst zu
haben scheinen.

Na, dann leg mal den Riemen auf die Orgel!
Gibt es Hardware, die
- in bzw an heutige PCs passt,

Sicher, als PCI-Karten, USB- und (inzwischen seltener) als FireWire-Interface.

Nebenbei bemerkt, viele "onboard-sound-devices" sind seit einiger Zeit nicht
nur "brauchbar", auch wenn nicht "HD-Audio" auf der Schachtel steht, sie haben
zum großen Teil sogar S/P-DIF Ein- und/oder Ausgänge, die vom Treiber auch
dementsprechend aktiviert bzw. konfiguriert werden können (mit 3,5 mm Kombi-
Buchsen, galvanisch analog und meistens optisch digital, Miniklinken-TOSlink-
Adapter sind ebenfalls marktgängig)
- optimalerweise unter Linux als ALSA-Soundkarte sichtbar ist,

Kommt auf den Chipsatz bzw den Controller des Interfaces an und wie "beliebt"
die entsprechende Hardware ist (sprich OEM-Produkte, deren ursprüngliche
Entwickler ein Herz für die Linux-Szene haben und ihr Know-How auch zur
Verfüging stellen).
- aber auch unter Windows XP und WIndows 7 funktioniert,

XP sowieso, für Win7 liefert nicht jeder Hersteller gut abgehangener Hardware
heute noch Treiber nach.
- die einen (möglichst optischen) S/PDIF-Eingang hat und
- die so flexibel bezüglich auf die Samplingfrequenz ist, dass sie ein
44.1-kHz-Eingangssignal auch als 44.1-kHz-Datei wegschreibt, ohne
den Umweg über die Analogwelt oder Resampling auf andere Frequenzen
zu wählen?

Der klassische Tipp (seit gut einem Dutzend Jahren!) für bitgenaues S/P-DIF
an Ein- und Ausgängen sind Sound- bzw Onboardkarten mit Chips von C-Media
wie dem uralten CMI 8338 und dem "moderneren" CMI 8738, die sich auf einer
Unzahl gängiger und preiswerter PCI-Karten und Mainboards findet, die brauchbar
für Linux sind
http://hardware4linux.info/component/7075/

Aktuell immer noch erhältlich für ca EUR 20 ist die Terratec Aureon mit CMI 8738
http://www.terratec.net/de/produkte/Aureon_5.1_PCI_1987.html

Wohlgemerkt, bitgenau bei 44.1 und 48 kHz und 16 Bit, was zur Übertragung
deiner DAT-Bänder und der Nutzung des DAT als AD-Wandler völlig ausreicht.

Bei höheren Ansprüchen an die Auflösung bei der AD-Wandlung kann ich die
24/96 bzw 24/192 Produkte von M-Audio zu Strassenpreisen von EUR 80 bis
ca 160 empfehlen, ich selbst benutze das "Transit USB" an diversen Systemen
http://de.m-audio.com/products/de_de/Transit.html

... die PCI-Karten sind auch recht beliebt, wobei deren Einrichtung/Nutzung unter
verschiedenen Linux-Distris nicht immer einfach ist, aber überschlägiges gugeln
nach "m-audio %produktname% linux" lieferte mir gerade recht aufschlußreiche
Artikel dazu
http://de.m-audio.com/products/de_de/Audiophile2496.html
http://de.m-audio.com/products/de_de/Audiophile192.html

Keep on rocking,

Muck
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon marcel mueller » So 11. Jul 2010, 15:31


Hallo,

Marc Haber wrote:
Ich frage mich nun, ob das S/PDIF von gestern so kompatibel zum S/PDIF
von heute ist, dass man einem PC mit S/PDIF-Eingang das von dem zehn
Jahre alten DAT-Recorder abgesonderte Digitalsignal vorsetzen kann und
dieser das dann - verlustfrei und ohne resampling - als wav oder flac
auf die Festplatte werfen kann.

ja, geht. Allerdings sind die digitalen Eingänge meist den höheren
Preisklassen vorbehalten. Da gibt es dann auch keinen Ärger mit Resampling.

Wäre noch zu klären, ob das alte DAT TOSLINK oder Koax hat.

Auf diese Weise könnte ich meine DATs
in den PC holen und hätte durch den im DAT-Recorder vorhandenen
A/D-Wandler auch dazu benutzen, einige Schallplatten zu
digitalisieren, die meine große Digitalisierungsaktion von 2001
irgendwie verpasst zu haben scheinen.

Kann machen, aber nix für ungut, die 50-60dB Dynamik, die man aus Vinyl
unter günstigsten Umständen herausholt schaffen sogar die meisten
OnBoard-Karten mittlerweile. Da ist der externe ADC eher eine
potentielle Fehlerquelle, wenn nicht alles 100% rund läuft.
Und für Vinyl ist 48kHz eine durchaus angemessene Samplingrate. Das ist
für die Soundkarten ein Heimspiel.

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- die so flexibel bezüglich auf die Samplingfrequenz ist, dass sie ein
44.1-kHz-Eingangssignal auch als 44.1-kHz-Datei wegschreibt, ohne
den Umweg über die Analogwelt oder Resampling auf andere Frequenzen
zu wählen?

Was darf es denn kosten?
(Wobei bei ALSA die richtig teuren, neuen Karten vmtl. sowieso nicht
unterstützt werden.)


Marcel
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon marc haber » So 11. Jul 2010, 15:53


Bernhard Wohlgemuth wrote:
Marc Haber schrieb:
Ich frage mich nun, ob das S/PDIF von gestern so kompatibel zum
S/PDIF von heute ist, dass man einem PC mit S/PDIF-Eingang das
von dem zehn Jahre alten DAT-Recorder abgesonderte Digitalsignal
vorsetzen kann und dieser das dann - verlustfrei und ohne
resampling - als wav oder flac auf die Festplatte werfen kann.

Eigentlich schon - allerdings findet man oft nur S/PDIF-Ausgänge an
PCs, Eingänge sind deutlich seltener.

Dann war die Frage nach der passenden Hardware doch gar nicht so
verkehrt.
- die so flexibel bezüglich auf die Samplingfrequenz ist, dass
sie ein
44.1-kHz-Eingangssignal auch als 44.1-kHz-Datei wegschreibt,
ohne den Umweg über die Analogwelt oder Resampling auf andere
Frequenzen zu wählen?

Hat DAT nicht - wenn die Signalquelle keine CD war - mit 48 kHz
gearbeitet.

Beim Sony DTC-60 konnte man mit einem Schiebeschalter zwischen 32,
44.1 und 48 kHz wechseln, und das Gros meiner Aufnahmen ist mit 44.1
kHz aufgenommen, weil ich damals die verlustfreie Übertragung auf CD
im Hinterkopf hatte.

Grüße
Marc
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon marc haber » So 11. Jul 2010, 16:14


Marc Haber wrote:
Marcel Müller wrote:
Wäre noch zu klären, ob das alte DAT TOSLINK oder Koax hat.

Es ist ein Sony DTC-60, das Consumer-Spitzenmodell. Hat Optische und
Koax-Anschlüsse, beide S/PDIF. Wenn ich's mir aussuchen kann, nehme
ich die optische Übertragung.

Ich hab mich jetzt mal über TOSLINK schlaugelesen. Gibt es außer
TOSLINK noch andere optische Übertragungsverfahren, die jemals
signifikante Verbreitung in Consumer-Geräten erlangt haben? Wenn nein,
dann muss es TOSLINK sein ;)

Grüße
Marc, der auch noch neue Verbindungskabel zwischen PC und DAT braucht
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon gerry milligan » So 11. Jul 2010, 16:25


Am Sun, 11 Jul 2010 16:15:14 +0200 schrieb Muck Krieger:
Warum denn gerade MP3 - es gibt inzwischen wesentlich bessere, auch
verlustbehaftete, "open source" Audioformate bei knappem Speicherplatz.

Na ja, der Austauschbarkeit wegen, und bei den Wiedergabegeräten ist man
nicht eingeschränkt. Speicherplatz dürfte doch heute kein Problem mehr sein
...
gerry milligan
 
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon muck krieger » So 11. Jul 2010, 16:34


Marc Haber wrote:
Als "irgendwas". Genauere Gedanken habe ich mir noch keine Gedanken
gemacht, so lange ich noch nicht weiß, wie ich das Zeug in den PC
hineinbekomme. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Master-Kopie
als FLAC eingelagert wird.

Das ist gut so. Irgendwann hat man mehr Zeit und will nochmal drangehen,
und dann würde man sich ärgern wenn schon nicht mehr das ganze Fleisch
am Knochen hängt ... ;-)

Wichtiger als die AD-Wandlung (da kann man mit aktueller Hardware ruhig
mal 20 dB verschenken) beim Übertragen von Kassetten und Platten ist m.E.
korrekt justiertes Analog-Eqipment - bei exakter Bandgeschwindigkeit bzw.
Plattenspieler-Drehzahl kann man viel Arbeit sparen, mir gelingt es fast immer
auf Anhieb, von freedb.org passende Cue-Sheets für meine Bandkopien von
Schallplatten und/oder DAT-Kopien von CDs zu organisieren (ich speichere
hier grundsätzlich cuesheets für eine einzige Datei pro Album, mit den vom
Künstler gestalteten Pausen).
CMI8738? So wie auf der Zoltrix Nightingale Pro 6? So ein altes
Schätzchen müsste ich noch irgendwo rumliegen haben. Hab sie unter
Linux aber niemals richtig zum Laufen bekommen, die "Aufnahmen"
klangen alle deutlich langsamer[1] als sie hätten klingen sollen.

Das war aber noch der 8338, vom 8738 behauptet C-Media "Linux driver
is also available in most Linux OS versions"

[1] nein, kein gängiger Faktor wie "44.1-kHz-Aufnahme mit 48 kHz
übertragen und dann mit 44.1-kHz wieder abgespielt"

Davon habe ich auch gehört, aber hier bzw. nebenan in rec.musik.hifi gibt es
einige Linux-Nutzer welche mit der Nightingale erfolgreich gearbeitet haben.

Keep on rocking,

Muck
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Re: S/PDIF gestern und heute

Ungelesener Beitragvon ralf r. radermacher » So 11. Jul 2010, 16:42


Marc Haber wrote:
Ein-, zweihundert Euro würd ich ausgeben, freue mich aber darüber,
wenn es billiger wird. Oder wenn ich die alte Nightingale doch mal
unter Linux so zum laufen kriege, dass man nicht auf Anhieb eine
Geschwindigkeitsabweichung hört.

In dieser Preisklasse gibt es einige externe Audio-Interfaces -
gewöhnlich mit USB-Schnittstelle - die SPDIF-Ein- und Ausgänge haben,
häufig sogar beide Formen, also optisch und Koax.

Ein Beispiel dafür wäre z.B. das Phase26 von Terratec. Das hat sogar
einen eingebauten Entzerrer-Vorverstärker zur Digitalisierung von
Grammophonplatten. Läuft hier am Mac und am PC. Zur Frage der
Linux-Kompatibilität kann ich nix sagen, aber das dürfte in den
einschlägigen Foren wohl herauszufinden sein.

Eine Übersicht dazu, was der Markt auf dem Gebiet hergibt, findest Du
bei den üblichen Musikbuden, z.B. Thomann (www.thomann.de)

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
Blog : http://the-real-fotoralf.blogspot.com
Audio : http://aporee.org/maps/projects/fotoralf
Web : http://www.fotoralf.de
ralf r. radermacher
 
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